 ##  [Soave–Redlich–Kwong-Zustandsgleichung (SRK)](/de/node/65343) 

 Definition

Eine Modifikation der Redlich–Kwong-kubischen Zustandsgleichung, die einen temperaturabhängigen Anziehungsterm (α) einführt, der an den acentrischen Faktor der Komponenten kalibriert ist, wodurch für viele Kohlenwasserstoffe und unpolare Fluide verbesserte Dampfdruck- und VLE-Vorhersagen gegenüber der ursprünglichen RK-Form erzielt werden.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

SRK behält die kubische Struktur von RK bei, ersetzt jedoch die ursprüngliche Temperaturabhängigkeit des Anziehungsterms durch eine empirische α(T, ω)-Funktion, die die Anziehung mittels des acentrischen Faktors ω anpasst und so die Temperaturabhängigkeit von Fugazitäten und VLE-Vorhersagen verbessert, bei beibehaltener numerischer Einfachheit.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Illustratives Szenario: Für eine Kohlenwasserstoffkomponente mit bekannter kritischer Eigenschaften und acentrischem Faktor die SRK-Parameter einschließlich α(T, ω) berechnen, die kubische EOS bei vorgegebener T und p lösen, Molvolumina und Fugazitäten ermitteln und Mischungsregeln anwenden, um VLE eines Mehrkomponentengemischs vorherzusagen. Ablauf: kritische Eigenschaften + ω → SRK-Parameter → kubisch lösen → Z, Fugazitäten → VLE.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Sich auf SRK für genaue Flüssigkeitsdichten oder für stark polare, wasserstoffbrückenbildende bzw. assoziierende Stoffe ohne Korrektur verlassen. Die plausible Fehlschluss ist, dass die verbesserte Temperaturabhängigkeit auch genaue Flüssigkeitseigenschaften garantiert; der semantische Fehler liegt darin, verbesserte VLE/Dampfdruckvorhersage mit universeller Genauigkeit der Flüssigkeitsdichten oder Anwendung für stark assoziative Chemien zu verwechseln.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

SRK liefert im Allgemeinen bessere Dampfdruck- und VLE-Schätzungen als RK für Kohlenwasserstoffe und ähnliche Stoffe, was es für Prozesssimulationen nützlich macht; Restungenauigkeiten bei Flüssigkeitsdichten und in Systemen mit starken spezifischen Wechselwirkungen können jedoch den Einsatz alternativer EOS (z. B. Peng–Robinson) oder Aktivitätsmodelle mit geeigneten Mischungsregeln erforderlich machen.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Für Aufgaben mit hoher Anforderung an Flüssigkeitsdichten oder bei starker Polarität/Assoziation sind Alternativen wie Peng–Robinson (für manche Kohlenwasserstoffe) oder EOS mit Assoziationstermen respektive Aktivitätsmodelle zu bevorzugen; SRK-Varianten und Parametertuning mildern Grenzen, beseitigen sie aber nicht.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Innerhalb: unpolare bis schwach polare Kohlenwasserstoffe und ähnliche Fluide bei industriellen Temperaturen und Drücken, wenn VLE- und Dampfdruckvorhersage Hauptziel ist. Randfall: schwere Kohlenwasserstoffe oder druckabhängige Anwendungen, die auf genaue Flüssigkeitsdichten angewiesen sind. Außerhalb: stark polare, assoziierende Flüssigkeiten, Elektrolyte, ionische Flüssigkeiten und polymere Schmelzen.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

SRK ↔ Peng–Robinson und Aktivitätsmodelle: SRK verbessert RK ohne große Komplexitätszunahme, doch Peng–Robinson kann in manchen Fällen Flüssigkeitsdichten besser wiedergeben; Aktivitätsmodelle sind für stark nicht-ideale oder assoziative Mischungen überlegen—die Wahl hängt davon ab, welche Eigenschaft (VLE vs Flüssigkeitsdichte) priorisiert wird.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

SRK ist eine pragmatische, empirisch verbesserte kubische EOS: bevorzugen, wenn einfache Berechnung und verbesserte VLE/Dampfdruckvorhersage gegenüber RK gewünscht sind, aber kritische, dichteflüssigkeitsabhängige Entwürfe mit genaueren EOS oder ergänzenden Aktivitätsansätzen validieren.